20.02.2012

Schöne Worte #1

Shitstorm ist eine schöne, bildliche Umschreibung für «Empörungswelle». Oder anders gesagt und vor allem vom betroffenen aus gesehen: "Kopf einziehen, gleich fliegt uns jede Menge Scheisse um die Ohren".

Ein Shitstorm bezeichnet eine stark anschwellende Menge von negativen Kommentaren, hauptsächlich auf den Social-Plattformen wie Facebook, Twitter etc. Typisch für einen Shitstorm ist, das die Kommentare anfänglich noch sachlich sind, aber relativ schnell bis weit unter die Gürtellinie des Anstandes absacken. Am Schluss sind eigentliche Beschimpfungen oder sogar Drohungen in der Überzahl und das eigentliche Thema rückt oft völlig in den Hintergrund.

Betroffen von einem Shitstorm sind vor allem Personen des Öffentlichen Lebens oder Grosse Unternehmen. Als Beispiel hierfür gelten so Bekannten Fälle wie «Guttemberg», «Wulff», «Blocher», «Monsanto», «Henkel», «BP» etc.

Das Managen eines Shitstorms gehört heute zu den schwierigsten Aufgaben eines PR-Beauftragten. Man kann sich leicht vorstellen, dass in künftigen Stellenanzeigen eben auch noch nach fähigen «Shitstorm-Managern» gesucht wird. Die Visitenkarte muss man sich mal vorstellen! Oder es wird eine neue Berufsgattung entstehen. Der «Shitstorm-Kickstarter». Jenen kann man dann gegen Entgelt anheuern, um einen unliebsamen Konkurrenten im Netz zu verunglimpfen oder auch nur, um die eigenen Anliegen durchzudrücken.

Willkommen im Web 2.0!

Sascha Lobo: How to survive a shit storm

Anglizismus des Jahres 2011

Anglizismus des Jahres 2011


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13.02.2012

Grosse Meister VIII



Tizian, Bildnis des Jacopo de Strada, 1567, Öl auf Leinwand, Kunsthistorisches Museum, Wien

Tizian, Bildnis des Jacopo de Strada, 1567, Öl auf Leinwand, Kunsthistorisches Museum, Wien


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