16.05.2011

Einwandererinen!

Ja, jetzt ist die Sprachwelt im Chindsgi wieder in Ordnung. Mindestens glauben das die Befürworter der Initiative von der Partei mit dem Sünneli im Logo. Nun wird wieder vermehrt Mundart gesprochen im Kindergarten. Und dadurch wird auch niemand zu schaden kommen. Lernt man halt dann Deutsch in der Schule, was ja absolut ausreicht. Besonders deutlich wird dies bei Schweizer Politikern. Wie gestern in der SF-DRS Tagesschau vom 15.05.2011 die Bildungspolitikerin Regine Aeppli (SP!) im Interview bestens bewiesen hatte. Sie hatte warscheinlich im Chindsgi auch nur Mundart. Was man aber irgendwie so gar nicht wirklich merkt.

Tagesschau vom 15.05.2011


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11.05.2011

Uschi-TV

Jetzt ist's also raus: Es wird keinen Mr. Schweiz mehr auf SF-DRS geben. Wegen zu niedrigen Einschaltquoten. Genau gesagt wegen einer Quote von 26.3%! Mit dieser Zahl hat der Marktanteil für die Testosteronshow seit 2008 (31.4%) ihren Tiefststand erreicht. Man konnte sich das ja irgendwie schon selber ausmalen. Bei der «Mr Schweiz» Gala Sendung wurde ja schon kräftig gespart, wie es beim CH-Fernsehen üblich ist. Nur hier war's wirklich offensichtlich. Die Macher verwendeten nämlich dasselbe Bühnenbild wie kurz davor bei der Castingshow «Die grössten schweizer Talente»! Es wurde lediglich anders beleuchtet und es fehlten die 3 Sessel hinterm Jurypult mit den Bzzern darauf.

Eigenlich schon schlimm genug, dass das SF-DRS jedes nur erdenkliche Format, und sei es noch so banal oder gar debil, vom Ausland kauft, es dann mit den immergleichen Langweilern von Modratoren versieht und zu besten Sendezeiten abspult.

Zugegeben, ich mag Uschi-TV. Wenn's gut gemacht ist. Für alle, die es noch nicht wissen: Uschi-TV steht für Unterschicht Fernsehen. Was ja eigentlich schon Alles sagt. Trotzdem, manchmal kann das ganz unterhaltend sein. Vor allem auf den nicht öffentlich-rechtlichen TV Kanälen.

Kommt das Ganze aber vom heimischen Gebührensender, dann ist's meistens ziemlich arg. Das beginnt ja schon bei dem Wahnsinnsformat «Kampf der Chöre», das helvetischer kaum sein konnte, aber eben auch nicht ursprünglich schweizerisch war. Und dann diese unsäglichen Quizshows. «Traders» ist davon die Schlimmste. Dabei zieht es einem regelrecht die Schuhe aus.

Aber, die bringen offensichtlich hierzulande Quoten und damit auch Geld, was ein Mr. Schweiz nicht mehr liefern kann. Wir werden ja sehen, ob der aufsteigende Star am heimischen TV Himmel, der Sender 3+ den Mr. Schweiz übernehmen wird und ob dann daraus mal richtig gutes Uschi-TV wird.

A pro pos Quoten: Die Traumhochzeit von Will & Kate, eine 5 stündige Sondersendung auf SF-DRS brachte es auf satte 40%. Wobei hier zu bemerken ist, dass das Bühnenbild und die Hauptakteure sowieso unbezahlbar waren und der Anteil unserer TV Macher am Ganzen eher als marginal zu bezeichnen war. Dennoch: Absolut Uschi und erst noch sehr beliebt!

Wenn wir schon gleich bei den Royals sind: das SF-DRS dürfte nach dem Mr. Schweiz Debakel auch keine weitere Schwedische Prinzessinenhochzeit übertragen wollen. Die Einschaltquote bei dieser Traumwedding lag 2010 nämlich tiefer als die von Mr. Schweiz 2011. Sie brachte es auf schlappe 24%. Also 2,3% weniger als der Mr. Schweiz, Luca Ruch!

Bühnenbild für «Die grössten Schweizer Talente»

Bühnenbild für «Die grössten Schweizer Talente»

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09.05.2011

Geronimoooooo!

Nicht dass Sie jetzt denken, wir würden nun auch noch unseren Senf dazu geben, ob Obama v.s. Osama ein Verschwörungs-Hoax war oder nicht. Das überlassen wir hübsch all den Fletchers und wie sie sich so nennen, all diese Verschwörungstheoretiker unseres Planeten.

Hier geht's um die Wahl von Slogans und Analogien in der Werbung. Ja genau, Werbung! Denn da wird ja auch so oft schwer daneben gegriffen, nur weil es mal eben als vordergründig opportun erscheint.

Zu Beginn aber ein wenig Hintergrund: Im Fall Osama wählte das US Governement den Code Namen «Operation Geronimo» für die Eliminierung des meistgesuchten Terroristen der Welt.

Geronimo. Klingt irgendwie nach Freiheit. Und es klingt auch cool. Es wirkt catchy und sogar ein wenig heroisch.

Vor allem für Leute, die sich in Amerikanischer Geschichtsschreibung nicht wirklich auskennen.

Geronimo war der berühmt-berüchtigter Apachen Häuptling, der jahrelang von der US-Regierung gejagt wurde, auf den ein Kopfgeld von USD 2000 ausgesetzt war (eine Wahnsinnssumme damals) und der sich 1886 selber ergab, um jahre danach, 1909 im Gefängnis an Lungenentzündung zu sterben.

Dieser Code Name gfällt natürlich den Vereinigungen für die Indogenen Völker Amerikas gar nicht, weil sie sich dadurch gekränkt fühlen, wenn ein legendärer Apachen-Anführer mit einem Topterroristen gleichgesetzt wird.

Das hätten sich die Jungs um Panetta und Co bei der Intelligence Agency ja denken könen. Denkt man. Aber es wurde offenbar nichts dabei gedacht. Auf jeden Fall nicht sehr viel.

Iniziiert wurde die Jagd nach Bin Laden übrigens durch George. W. Bush. Eben dieser Bush, der an der Yale Universität Mitglied der berühmten Geheimloge «Scull and Bones» ist, welcher nebenbei vorgeworfen wird, sie wäre im Besitze der 1918 bei einem Grabraub gestohlenen sterblichen Überreste des Geronimo. Was diese Geheimloge natürlich bis heute dementiert!

Wir schweifen ab. Zurück zur Werbung: da werden zwar keine Verschwörungstheorien hervorgerufen. Dennoch geben so manche Aussagen zum Nachdenken Anlass.

Zum Beispiel die Fischer Bettwaren AG Wädenswil: «Wir benutzen nur Federn und Daunen von toten Tieren» heisst es im legendären TV-Spot. Was gut gemeint ist (Tierschutz) versteht man nur sehr schwer als solchen. Tote Tiere? Darauf Schlafen? Uuuääähhhh!

Oder Gilette: «Für das Beste im Mann». Wo rasiert sich der Typ? Innen? Booaaahhh!

Und die SP: «Ja» auch wenn man «Nein» meint??? Häh?

Na dann schon lieber Geronimo. Zugegeben, nicht sehr originell, aber immer noch besser als der meiste Schrott aus der Werbung.

EIn wenig Conspiracy zum schmunzeln!

Goyathlay alias Geronimo.

Goyathlay alias Geronimo.

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