26.03.2009

Neue Jobs!
Chauffeur in der Formel 1!

Die Krise greift voll durch! Auch in der Formel 1. Aus Piloten und Rennfahrern werden nun dank Sparmass-
nahmen (siehe Artikel im TA) ganz normale Chauffeure. Wenn man bedenkt, dass sich neben Tram-
chauffeuren, Fuhrmännern, Kutschern und Heizern mit Namen wie Müller, Meier und Hugentobler jetzt auch noch prominente Kollegen gesellen, wie Massa, Räikkönnen, Barrichello und Hamilton, so hat das rollende Gewerbe allen Grund stolz auf den Beruf zu sein. Na dann: Viel Spass bei der F1 Chauffeuren WM 2009!

Tages Anzeiger vom 26.03.2009.

Tages Anzeiger vom 26.03.2009.


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26.03.2009

Es gibt keine schwierigen Kunden - ausser uns selbst.
Ein Rollenspiel in drei Akten.


Prolog:

Der Kunde. Eine neu gegründete, kleine aber feine Werbeagentur, die sich selbst den Auftrag gibt, ein neues CD zu entwickeln. Die Werber. Eine neu gegründete, kleine aber feine Werbeagentur, die den sich selbst gestellten Auftrag annimmt, ein neues CD zu entwickeln.


1. Akt: Das Briefing

Marketingleiter A.: (bestimmt) «Wir brauchen einen Namen für die Company, ein Logo und natürlich alles was dazugehört.»

Werbeleiter D.: (euphorisch, als hätte er einen Geistesblitz gehabt) «Neu im Namen wäre natürlich super!»

Marketingleiter A.: (kühl) «Wir wollen auch unsere Kunden im CD einbinden können!»

Werbeleiter D.: «Und eigenständig sollte das auch sein!»

Marketingleiter A.: (jovial grinsend) «So was machen Sie ja im Handumdrehen, oder. Das kann ja nicht grad die Welt kosten.»

Werber D.: (Interessiert) «A-ha!» (denkend) «Wieder mal Typisch! Alles wollen aber nix dafür bezahlen!»

Marketingleiter A.: (bestimmt) «Ah-der Termin. Nächste Woche ist Präsentation. OK?»

Werber A.: (etwas irritiert) «Ähhh...!» (denkend) «Scheisse, jetzt kann ich mir meinen Weekend Skiplausch abschminken!»


2. Akt: Die Kreative Phase

Werber A.: (konsterniert) «Wir haben einen SAK! Sogar einen SUPERSAK!»

Werber D.: (fragend) «Wie, SAK???»

Werber A.: (erklärend) «Schwierigster Anzunehmender Kunde!»

Werber D.: (ernüchtert) «Ist ja nix neues...»

Werber A.: (frech) «Also ich hätte da schon eine Idee! Wir nennen die Bude einfach Die Werbeagentur!»

Werber D.: (die Augen rollend) «Ist ja nix neues und zudem fehlt da das neu...»

Werber A.: (unbeirrt) «Nicht immer gleich so negativ! Dann schreiben wir halt: Neu, die Werbeagentur!»

Werber D.: (fast am einschlafen) «Wieso nicht einfach nur NEU? Das wär' dann ja auch mal wirklich neu!»

Werber A.: (langsam enerviert) «Das meint doch nichts! Alt nennt sich ja sonst auch kein Laden, oder?»


Eine Woche mit vielen Stunden des philosphierens, erfindens und verwerfens später:


Werber D.: (aufgekratzt) «Geil. Die neue Agentur. Mit N im Kreis wie Copyright oder Registered! Klingt irgendwie neu. Neuer geht's nicht!»

Werber A.: (begeistert) «Yepp. Ich seh' schon den Kunden! Der denkt wir sind bescheuert!»

Werber D.: (grinsend) «Stell dir mal vor, der Inhaber sagt zum Werbeleiter: Von wem ist denn unsere aktuelle Kampagne?»

Werber A.: (kichernd) «Genau! Und der Werbeleiter antwortet ihm dann: Von der neuen Agentur!»

Werber D.: (sich kaum mehr haltend) «Jaaaa, und dieser antwortet darauf: Schon klar, aber wie heisst die neue Agentur?»

Werber A. und D.: (kriegen sich nicht mehr ein) «...mir kommen...hihi...die tränen...wie heisst die neue Agentur...huahahaha...»


3. Akt: Die Präsentation

Marketingleiter A.: (zufrieden) «Das ist ja mal was gutes! So was sind wir uns von Ihnen ja gar nicht gewohnt!»

Werber A.: (cool) «Wir tun eben was wir können.»

Werbeleiter D.: (überglücklich) «Und eigenständig ist das ganze auch noch!»

Werber D.: (gelassen) «Tja...»

Marketingleiter A.: (leicht misstrauisch) «Und wie binden wir unsere Kunden mit ein?!»

Werber A: (keck) «Na ganz einfach im Briefkopf oder auf der Visitenkarte: Die neue Agentur für die neue Agentur, zum Beispiel...»

Marketingleiter A.: (begeistert) «Das ist ja...»

Werber D.: (schmunzelnd) «...genial! Sagen wir doch!» (und leise denkend) «Zum Glück ging's ohne Nachtschicht ab...»


Epilog:

So oder ähnlich kam die neue Agentur zu Ihrem neuen Corporate Design. Als wir kürzlich bei einem kühlen Glas Bier darüber sinnierten, da dachten wir: es ist gut, einen schwierigen Kunden zu haben. Vor allem wenn man dieser selbst ist.

Copyright oder Registered? Schlicht und einfach neu!

Copyright oder Registered? Schlicht und einfach neu!

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18.03.2009

Was uns an dieser Kampagne nicht gefällt? Dass sie nicht von uns ist!

Sicher ist Ihnen die Kampagne auch schon aufgefallen. Ein zusammengequetschter Elefant schaut uns vom Plakat aus an. Die Botschaft oder eher die Forderung: "Mehr Platz für die Grössten" wirkt fast schon wie Abstimmungswerbung! Ein schöner Kontrapunkt zum herzigen Bild. Da stimmt einfach alles. Die Aussage, die einfache Gestaltung, die tolle Bildidee und die Nutzung des Mediums. Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Ausser vielleicht, dass wir diese Idee gerne selbst gehabt hätten.

Bitte mehr davon.

Bitte mehr davon.


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09.03.2009

Tri-Tra-Trallalaaa!

Letzte Woche kam's raus! Auch wenn's nicht alle freute. Der Stumpen-Villiger, Entschuldigung, ich meine natürlich der Herr Alt Bundesrat, ist nominiert für den heissen Verwaltungsratspräsidenten-Stuhl bei der Bank mit den drei Buchstaben...

Was er ändern wird oder kann, darüber wird im Moment heftig spekuliert, ein Wort übrigens das momentan im Zusammenhang mit einer Bank nicht gerade positive Gefühle hervorruft... Und ein junger Blocher mit gleichem Vornamen hält ihn gar jedes Mörgeli für unfähig. Also, Hände weg von diesem volatilen Geschäft der Besserwisserei! Da möchte ich mich doch gar nicht erst beteiligen!

Hingegen kam ich beim Betrachten der Pressemeldung etwas ins grübeln. Als passionierter Liebhaber des blauen Dunstes fiel es mir auf: Gibt es da nicht die kubanischen Zigarren namens Punch? Ich musste schon ein wenig schmunzeln, als ich mir das Label vor dem geistigen Auge vorstellte. Da sitzt doch ein Zigarre dampfender Kasperli in trauter Zweisamkeit mit einem etwas seltsam geschmückten Hund, umgeben von leicht proletarisch aussehenden Illustrationen der Zigarrenfabrikation. Punch, engl. für Kasper oder eben Kaspar. Zufall?

Beim googeln unter Punch Cigars fand ich eine lustige Werbekampagne dazu. Sie stammte von der New Yorker Werbeagentur McCaffery, Ratner, Gottlieb & Lane und ist hauptsächlich im dortigen Raum erschienen.

Ich konnte mir den kleinen Scherz nicht verkneifen, die Kampagne um ein inoffizielles Sujet schweiz-tauglich zu erweitern (Herr Villiger, die Agentur, die Bank und Punch Cigars mögen es mir doch bitte verzeihen).

In diesem Sinne wünschen wir Kaspar Villiger alles Gute und möge sein Haltbarkeitsdatum, sollte er am 15.04. bei der GV bestätigt werden, doch etwas länger währen als das seiner aktuellen Vorgänger! Und sonst muss er halt wieder vom Acker, mann!

Das Inoffizielle Punch Sujet: Kaspar Villiger.

Das Inoffizielle Punch Sujet: Kaspar Villiger.

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05.03.2009

Was uns bewegt.

Die oder keine... Sind es Ihre wunderschönen, hellleuchtenden grossen Augen? Ihre erotisch sinnliche, grazile Ausstrahlung? Ihre perfekten Proportionen? Ihre wohlgeschwungenen Hüften, die kein Gramm zuviel und kein Gramm zuwenig haben oder ihre deutsch-italienische Abstammung, die mich so ins schwärmen bringt? Viel Temparament aber trotzdem zuverlässig und vor allem nicht langweilig. Gute Charakterzüge eben. Alle Augen sind auf ihre gestählte Silhouette gerichtet... Moment, Stahl? Das sieht doch eher nach gehämmertem, unlackiertem Aluminium aus, das liebevoll auf den Gitterrohrrahmen massgeschneidert wurde. Wohlgemerkt handmade in Milano. Die Mechanik und der Motor? Grundsolide deutsche Wertarbeit. Befeuert von einem klassischen 2.0 l Reihensechszylinder-Rennmotor, manufakturiert in München. Der Garant für sportliche Fahrleistungen und Zuverlässigkeit. Das Baujahr? 1939. Der Name? BMW 328 "Mille Miglia" Superleggera Coupé. Den Gewicht/Leistungs-Vergleich kann die nun 70-jährige locker mit aktuellen Sportwagen aufnehmen. Da stehen 780 kg Kampfgewicht 135 PS gegenüber. Ähnliche Werte schafft heutzutage vielleicht noch eine Lotus Elise. Begegnet bin ich der "Bella" übrigens im BMW-Museum am Olympiapark in München.

Ja, das sind doch echte Emotionen. Das sind noch echte Werte. Im Vergleich zu heute, wo, traut man der Werbung der Autoindustrie, nur noch vermeintliche Kaufargumente zählen wie z.B. die Anzahl Airbags, die sich praktisch von Jahr zu Jahr verdoppelt hat. Sicher ist sicher. Oder das ein Kofferraum in einem normalen Mittelklassewagen zum Mehrzweck-Hobbyraum mutiert. Ok, wir haben halt sperrige Hobbies und grössere Kinderwagen mit Scheibenbremsen die viel Platz brauchen. Oder die elektronischen Assistentz-Helferlein angefangen mit ABS und ESP. Gut die können wir noch zuordnen sind auch sehr nützlich aber was ist mit ACC, ADS, AFL, ASR, AAS, ACE, AFIL, AFS, ABC, AKS, ASC, ATF? Das ist erst der Buchstabe A im Auto-Lexikon. Brauchen wir das wirklich? Oder noch schlimmer sprachgesteuertes 16:9 DVD-Navigationssystem mit Rückfahrkamera, Internetbrowser, Digital-Terrestriesches-Fernsehen, MP3 und SMS-Vorleser, das kann doch heute jedes iPhone besser... Es geht aber noch weiter wie beheizbare rundum Parksensoren oder in 20 Punkten verstellbare Luftmassage-Komfortsitze mit ergonomisch aufblasbaren Seitenpolstern... Diese und weitere unnötige Gimmicks drücken nur aufs Gewicht und vor allem auf die Kosten. Da würde sogar James Bond dankend darauf verzichten und sich lieber wieder seinem Dry Martini widmen, shaken not stirred, versteht sich.

Wäre es nicht wieder an der Zeit sich auf sinnvolle und nützliche Kaufargumente zu konzentrieren? Die alten Basics neu interpretieren und vorallem neu erfinden? Wie z.B. neue umweltschonende, effiziente Antriebe, Leichtbau-Karrosserien aus ökologischen High-Tech Materialien oder rollwiederstandsoptimierte Reifen. Ein iPhone oder Labtop Plug-in wäre als nützliches Gimmick grad noch zu akzeptieren. Irgendwann musste die Blase ja platzen... Höchste Zeit umzudenken oder wie der Apple-Gründer Steve Jobs sagt: "think different".

Kann man(n) diesen Augen wiederstehen?

Kann man(n) diesen Augen wiederstehen?

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05.03.2009

Lost in Translation.
#1



Werbeplakat, gesehen 2009 in Phuket, Thailand.

Werbeplakat, gesehen 2009 in Phuket, Thailand.


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